Landtagswahl 2011

Wahlprüfsteine, Landesfrauenrats zu frauenpolitischen Fragen

Landesfraurat Baden-Württemberg
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70174 Stuttgart
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Werden Sie im Falle Ihrer Wahl,

1. aktiv dafür eintreten, dass die gesetzliche Verankerung kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten als Pflichtaufgabe der Kommunen (über 10.000 EinwohnerInnen) vorangetrieben wird;

Natürlich unterstütze ich diese Forderung. Frau haben es in unserer Gesellschaft grundsätzlich schwerer als Männer. Es ist egal, ob es um ein öffentliches Amt geht, ob im Beruf oder im Alltag. Aus diesem Grund sehe ich eine Verankerung einer kommunalen Stelle eines Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten als Pflichtaufgabe an. Eine Gleichbehandlung von Frauen wie Männer ist Voraussetzung jeder gesunden und offenen Gesellschaft.

2. dafür aktiv eintreten, dass eine verbindliche Frauenquote von mindestens 40 % für die Besetzung von Führungspositionen in der Landesverwaltung und bei vom Land zu besetzenden Gremien eingeführt wird;

Gerade Frauen bringen ganz andere Ansichten und Herangehensweisen in den beruflichen Alltag ein. Diese nicht zu nutzen ist eine Verschwendung natürlicher Ressourcen. Neben der juristischen Festlegung für die Besetzung von Führungspositionen bedarf es aber auch entsprechender Qualifikationen sowie der Einbindung von Familie und Beruf. Den Frauen muss die Möglichkeiten beruflicher Weiterbildung geboten werden. Auch die Familienplanung darf nicht zum Nachteil werden für den beruflichen Aufstieg. Aus diesem Grund brauchen wir mehr als nur eine Frauenquote, um Frauen in Führungspositionen zu besetzen.

3. dafür aktiv eintreten, dass ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft eingeführt und umgesetzt wird, u.a. Einführung einer Frauenquote von mindestens 40 % für die Besetzung von Aufsichtsräten;

Dem kann ich genauso zustimmen wie der Frage zuvor.

4. aktiv dafür eintreten, dass eine Gesetzesregelung in Kraft tritt, nach der die Kandidatinnen und Kandidaten auf den Kommunalwahllisten im Reißverschlussverfahren aufgestellt werden müssen?

Wie in den Fragen zuvor: Frauen gehören selbstverständlich in die Kommunalpolitik. Aus diesem Grund sehe ich es als selbstverständlich an, dass Frauen sich auf kommunaler Ebene beteiligen sollen und müssen. Ein Reißverschlussverfahren gibt den Frauen, die in der Politik oft in der Minderheit sind, eine größere Chance sich aktiv einzubringen.
Vielleicht ist gerade die Tatsache, dass Frauen in der Politik unterrepräsentiert sind ein Anreiz für sie, sich stärker zu engagieren.